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UNSERE ORTSCHAFT WELZ

 Welz ist der fünftkleinste Ortsteil der Stadt Linnich im Kreis Düren, zu der er seit der kommunalen Neugliederung im Jahre 1969 gehört.

Die Ortschaft liegt in einem Tal zwischen Linnich und den beiden Ortsteilen Ederen und Rurdorf. Welz wird vom Merzbach, der an zwei Brücken mit Kraftwagen überquert werden kann, durchflossen. Der bewaldete kleine Hang in Richtung Rurdorf wird im Volksmund scherzhaft „Welzer Alpen“ genannt, der Hohlweg über diesen Hang „Grad“.

Bis zur Realisierung des Schengener Abkommens und des Europäischen Binnenmarkts gehörte der Ort zum Zollgrenzbezirk.

Etwas zur Geschichte:

Der Ort wurde um 1300 zum ersten Mal in einem Kirchenverzeichnis erwähnt. Bis 1794 lag Welz mit seinem Nachbarort Rurdorf im Herzogtum Limburg; beide Orte bildeten somit eine Enklave im Herzogtum Jülich. Die Kommende des Deutschen Orden in Siersdorf bei Baesweiler besaß einen Bauernhof in Welz. Durch die wechselvolle Geschichte Limburgs gehörte Welz im Verlauf seiner Geschichte zum Haus Burgund, zu den spanischen Niederlanden, den niederländischen Generalstaaten und den österreichischen Niederlanden. Bedingt durch seine ehemalige Zugehörigkeit zum Herzogtum Limburg lag die Mairie Welz während der Franzosenzeit von 1798 bis 1814 im Kanton Rolduc (Herzogenrath), Arrondissement Maastricht, Département Niedermaas (Meuse-Inférieure). Somit war Welz eine Enklave im Rur-Département. 1816 wurde Welz Sitz einer preußischen Bürgermeisterei im Kreis Jülich.

Die Gemeinde Welz wurde 1936 in das neue Amt Linnich-Land eingegliedert, 1946 wurde das Amt Linnich gebildet. Am 1. Juli 1969 wurde Welz im Rahmen der kommunalen Neugliederung in die Stadt Linnich eingemeindet.

Religion:

Die katholische Kirche ist Sankt Lambertus geweiht. Die Kollatur oblag bis 1794 zunächst der Deutschordenskommende Siersdorf und später der Deutschordenskommende St. Aegidius in Aachen, welche der Deutschordensballei Alden Biesen unterstellt waren. Bis 1818 gehörte die Pfarrei Welz zur Diözese Lüttich.

Die Geschichte der westlichsten Brauerei Deutschlands ist eng mit der Geschichte des 650 Einwohner zählenden Ortes Welz verbunden.

In Verzeichnissen der Kircheneinkünfte aus selbständigen Pfarren zwischen 1250 und 1300 ist auch Welz enthalten. Vermutlich ist der kleine Ort im Rurtal jedoch schon viel früher entstanden. Einen Hinweis darauf gibt der kirchliche Schutzheilige Lambertus, der wahrscheinlich im Jahr 739 die Pfarre St. Lambertus in Welz gegründet hat. Seit 1828 wird in Welz Bier gebraut. Im Besitz der Familie Rainer ist die Welzer Brauerei & Brennerei seit 1906. Die aus Niederbayern stammenden Braumeister-Gebrüder Joseph, Johannes und Jacob kauften den Betrieb für 20.000 Goldmark und 4 Tagwerke Holz.

Ihre erste Blütezeit erlebte die Welzer Brauerei & Brennerei vor dem zweiten Weltkrieg. Selbiger richtete schwere Zerstörungen in Welz an. Zerstört wurde die 1856 erbaute Pfarrkirche. Bis auf die straßenfront zerstört wurde auch die Welzer Brauerei & Brennerei. Mit Unterstützung des ganzen Ortes bauten Jacob Rainer und seine Ehefrau Margarethe, die Eltern des heutigen Inhabers Berthold Rainer, die Welzer Brauerei & Brennerei nach 1945 zum heutigen florierenden Unternehmen wieder auf.

Das optisch auffälligste Bauwerk des Ortes ist der Funkturm des ehemaligen Luftschutzwarnamtes V, welches von 1957 bis in die 1990er Jahre tätig war. Von hier sendet heute Radio Rur sein Radioprogramm für den Kreis Düren auf UKW 107,5 MHz. Des Weiteren dient er als Sendemast für den Mobilfunk. Die Gebäude der Bundesrepublik wurden danach vom Bundesgrenzschutz in Aachen genutzt. Nach dem Weggang im Jahre 2014, befindet sich heutzutage hier eine Flüchtlingsunterkunft mit ca. 70 Flüchtlingen, die Notunterkunft wird von der Stadt Linnich betrieben.